Sonntag, 11. September 2011

Visumstermin in Frankfurt oder Beamte sind doch gar nicht so unfreundlich


Hallo alle!
Also am Donnerstag war ja um 9:30 Uhr mein Visumstermin in Frankfurt a. M. Ich stand also schon um kurz vor 5 am Bahnhof, um nach Hannover zu fahren und von da aus weiter nach Frankfurt.
Lief auch alles ganz gut, kein Zug hatte Verspätung und ich habe im ICE auch gleich einen Sitzplatz gefunden, der nicht bis Frankfurt reserviert war. Ich war noch nicht einmal besonders müde, habe aber trotzdem im Zug noch ein bisschen gedöst (so wie viel andere Fahrgäste auch).

Um viertel vor 8 war ich dann in Frankfurt und hatte noch fast ganze 2 Stunden um zum amerikanischen Konsulat zu kommen (ein Weg, den man mit der U-Bahn in 15 Minuten schafft.)
Ich habe mir also erstmal einen schönen heißen Kakao geholt, weil mir saukalt war und hab mich dann in die Bahnhofshalle gesetzt und die Leute beobachtet.
Um halb 9 bin ich dann mal losgefahren und war auch schon nach 15 Minuten am Konsulat (ich habs sogar gleich gefunden - naja ist ja auch nicht zu übersehen, bei dem Sicherheitszaun).
Ich habe mich dann schön in die Schlange angestellt, die zum Glück noch nicht besonders lang war und kam dann auch um 9 Uhr schon dran. Einmal Pass, DS-160 Formular und die Bestätigung, dass man auch ja die Visumsgebühr bezahlt hat, vorzeigen und schon bekommt man von dem netten Mann (der übrigens Deutscher war) eine Nummer. Dann ein paar Meter weiter gehen und von einem freundlichen Amerikaner (der mir sogar die Tür aufgehalten hat) gefragt werden, ob man ein Handy, Waffen oder sonstiges gefährliches Zeug dabei hat und schon ist man im Gebäude.
Das heißt noch nicht ganz im Gebäude, erst in einem Vorgebäude in dem man und seine Tasche noch durchleuchtet wird und ich meinen Regenschirm abgeben musste. Der amerikanische Beamte fand übrigens meine Hose ganz toll, besonders als er gehört hat, das sie aus NY ist.
Nachdem mich alle Beamten - Deutsche und Amerikaner - so nett empfangen hatten, legte sich meine leichte Nervosität doch ganz schnell und ich stand erleichtert in der Wartehalle. Da bekam ich einen Zettel, auf dem stand wie ich meine Dokumente zu sortieren hatte. Das habe ich dann auch brav getan und kurze Zeit später wurde ich auch schon aufgerufen.

So bevor ich jetzt weiter erzähle, muss ich erstmal das "System" erklären, wie und wann man zu welchem Schalter gehen muss. Also die "niedrigen" Schalter (Ziffern 1-8) sind auf der rechten Seite. Dort muss man als erstes hingehen. Auf der Frontseite sind die "höheren" Schalter (Ziffer 9-16). Dort muss man als zweites hingehen. Aber keine Angst man wird immer aufgerufen, ist also praktisch idiotensicher.

Ich bin also zuerst zu Schalter 8 gegangen und musste dort meine Unterlagen und meine Fingerabdrücke abgeben. Die nette Frau hat mich dann noch ein bisschen auf Deutsch ausgefragt und versucht irgendwie meinen Nachnamen auszusprechen. Dann durfte ich mich wieder setzen.
Aber zum Glück wurde es nicht langweilig, denn die liebe Lana aus dem AIFS-Forum hat mein "James Dean" T-Shirt erkannt und sich neben mich gesetzt. Wir konnten dann also noch ein bisschen über unsere Familien, Gastfamilien und die Schule quatschen. Lana fliegt übrings auch am 26. September von Hamburg aus und ... sie kommt auch nach DC! Ist das nicht ein Zufall!

Ich würde dann wenig später zum zweiten Schalter gerufen und durfte wieder ein paar Fragen beantworten (diesmal auf Englisch). Und nach ca. 1 Minute hat der nette Herr (ein Amerikaner) schon mein Visum genehmigt und fertig war ich.
Ich hab dann noch ein bisschen mit Lana gequatscht und leider auf dem Rückweg meinen Regenschirm im Konsulat vergessen. So ein Mist!

Am Ende hat mich der Besuch beim amerikanischen Konsulat nur eine Stunde gekostet und ich hatte noch bis halb 7 Uhr abends Zeit mich in Frankfurt aufzuhalten. Ich hab mir also noch ein bisschen die Stadt angeguckt, bin den Main hoch und runter gelaufen, hab versucht zu shoppen ohne etwas einzukaufen und wäre bei Starbucks fast eingeschlafen.
Um 10 Uhr war ich dann endlich zu Hause und bin nur noch todmüde ins Bett gefallen. 19 Stunden lang auf den Beinen zu sein ist nicht gerade entspannend.

Liebe Grüße eure Lynn

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