Dieses Wochenende hatte ich sturmfrei, da meine Hostmum und Ziggy schon Freitag Nachmittag nach Williamsburg gefahren sind.
Ich hab mir dann erstmal ein leckeres Mittagessen gemacht und bin dann zur Wheaton Mall gefahren, da dort ein Target sein sollte. Nach ca. 40 Minuten Metrofahrt war ich dann auch endlich da und habe nach ein wenig suchen die Mall auch gefunden. Warum müssen die von außen auch immer so unscheinbar aussehen!?
Und der Target war riesig, wirklich riesig und man hat dort alles, wirklich alles bekommen. Für alle die nicht wissen, was Target ist: So etwas wie Walmart, also man bekommt dort Lebensmittel, aber auch Klamotten, Spielzeug und Möbel. Eben einfach alles!
Zuerst bin ich nur durch die Gänge durchgegangen und habe versucht mich zurecht zu finden. Habe auch gleich ein paar Kleinigkeiten mitgenommen. Dann habe ich entdeckt, dass es noch eine 2 Etage gibt. Also da auch alles durchforstet.
Jetzt habe ich neue Bettwäsche, einen kleinen Wecker, Hausschuhe und 2 weitere Handtücher.
Glücklich und gar nicht mal um so viele Dollar erleichtert, bin ich dann noch durch die Mall spaziert und habe beschlossen hier auf jeden Fall noch mal herzukommen.
Abends habe ich mich dann noch mit ein paar anderen Au pairs getroffen, die aber nicht in meinem Cluster sind, sondern irgendwo in Maryland wohnen. Und es waren hauptsächlich Deutsche, also konnte ich mal wieder schön Deutsch reden (auch wenn ich nichts dagegen habe auf Englisch zu reden). Wir sind dann zu 2 Bars, die auch für unter 21-jährige erlaubt sein sollten gegangen. Die erste war ein Irish Pub, in dem ziemlich viel los war und die zweite .... da hab ich den Namen vergessen. Aber in der zweiten lief bessere Musik. Es war ziemlich witzig und wir hatten viel Spaß und ich und 2 weitere Au pairs haben beschlossen nächsten Freitag in ein "underage" Club hier in DC zu gehen. Da bin ich ja mal gespannt, wie der so ist.
Gegen halb 2 bin ich dann wieder nach Hause gegangen, weil es am nächsten Tag ja nach Baltimore gehen sollte.
Samstag habe ich mich um 12 Uhr mit Rilana am Bahnhof getroffen und wir haben gemeinsam unsere Tickets geholt und konnten dann auch gleich in den Zug einsteigen. In New Carrolton (Vorort von DC) ist dann noch Swantje zugestiegen und wir sind dann so gegen kurz nach 1 Uhr in Baltimore angekommen. Dank Rilanas iPhone und Google Maps haben wir auch den Weg zum Hafen gefunden. Der Hafen war wirklich wunderschön und das Wetter war auch perfekt.
Wir haben zuerst ein wenig den Hafen erkundigt und dann ein "Water Taxi" genommen mit dem man einen Tag lang für 10$ auf einem Boot über den Hafen gefahren wird und überall aussteigen kann, wo man will.
Aber wir haben uns erstmal einfach über den Hafen fahren lassen und die Sonne genossen.
Da wir so langsam Hunger bekamen, haben wir uns nach unser Taxifahrt auf die Suche nach einem Restaurant gemacht. Zuerst wollten wir in die "Cheesecake Factory" gehen, allerdings hätten wir da 40 Minuten warten müssen. Deshalb sind wir zu "Chicago", einem typisch amerikanischem Restaurant gegangen, mit Hamburgern, Steak, Sandwiches, aber auch Pizza. Ich habe mir eine Vierkäse Pizza bestellt, die auch sehr lecker geschmeckt hat.
Danach sind wir zu Fuß durch Baltimore gestreift und haben u.a. "Little Italy" gesehen und den "Broadway".
Allerdings sah der nicht aus wie in NY, war aber trotzdem ganz nett. Dann sind wir mit dem "Water Taxi" wieder zurück zum Hafen gefahren und dann zurück zum Bahnhof gelaufen.
Ziemlich müde und erschöpft kamen wir dann gegen halb 8 wieder in DC an und ich musste dann noch nach Hause laufen. Zum Glück ist das ja nicht so weit :)
Sonntag sollte ja endlich mein erstes Clustermeeting stattfinden. Vielleicht könnt ihr euch erinnern, das ist das Clustermeeting was eigentlich vor 2 Wochen schon hätte stattfinden sollen.
Um 11 Uhr war ich also beim Washington Monument. Allerdings war heute die Einweihung des Martin Luther King Memorials, also war es sauvoll in DC. So voll ist es dort selten. Man kam nur sehr langsam vorwärts. Und überall haben Leute Buttons, T-Shirts, Poster und anderes Zeug mit Martin Luther King drauf, verkauft. Das war zwar alles sehr interessant, aber in so einer Menge ist es natürlich schwer andere Leute zu finden. Zum Glück hatte ich ein anderes Au pair, das ich bei der Orientation gesehen hatte, wiedererkannt und mich einfach mal an sie drangehängt. Und gerade als wir die Straße überqueren wollte, schrien auf einmal alle Leute "Obama, Obama, Obama!!!" und es fuhren mehrere schwarze Limosinen und Polizeiwagen fast genau vor meiner Nase vorbei.
Also ich weiß ja jetzt nicht, ob das wirklich Obama war der da drin saß, aber möglich wärs. Vielleicht wollte er ja das Memorial einweihen.
Aber ich habe auch noch in paar andere Au pairs kennen gelernt und natürlich auch meine Counselorin Ann. Sie scheint ganz nett zu sein und hat mich auch gleich willkommen geheißen und mich den anderen Au pairs vorgestellt. Und sie hat Süßigkeiten verteilt.
Da das ganze Meeting ja eigentlich eine Schnitzeljagd sein sollte, wurde uns dann ein Fragebogen verteilt und wir hatten ca. 3 1/2 Stunden Zeit diesen auszufüllen.
Die ersten Fragen haben wir versucht mit Hilfe unserer Reiseführer und unseres Wissens über DC zu beantworten, aber leider mussten wir auch Fotos von den verschiedenen Plätzen machen, also mussten wir wohl oder übel losmarschieren. Aber wenigstens habe ich so mal die Sehenswürdigkeiten in DC gesehen.
Zuerst sind wir zum "World War 2 Memorial" gegangen, wo wir die ersten Fragen beantworten konnten. Danach haben wir uns aufgeteilt und ich und ein namibisches Au pair (Miryam) sind zum Lincoln Memorial gegangen. Und da war es so voll, wir mussten echt aufpassen, das wir uns nicht aus den Augen verlieren.
Beim Lincoln Memorial habe ich dann auch meine zwei Zimmergenossinnen wiedergetroffen. Neyla und Caro hatten uns irgendwie am Washington Monument verpasst.
Wir sind dann zusammen zum "Vietnams Veterans Memorial" (die haben so viele Memorials hier in DC) gelaufen und da einen Namen abgepaust und wieder ein Foto gemacht.
Weil es schon etwas spät war, sind wir dann wieder zurück zum Washington Monument gegangen. Nach einer kurzen Auswertung unseres Fragebogens und einem Stechen mit einem anderen Cluster sind wir am Ende auf den 2. Platz gekommen. Als "Trostpreis" haben wir eine Tasche, Stifte und einen Schlüsselanhänger von "Aupair in America", also meiner Organisation, bekommen.
Ich habe mich dann von den anderen Au pairs verabschiedet, weil ich schon so ein Hunger hatte und bin nach Hause gefahren um mir Pancakes zu machen. Was mehr oder minder geglückt ist.
Das war im Prinzip mein Wochenende und es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe viele neue Leute kennen gelernt. Und das Wetter war genial. So soll es bitte die ganze Zeit bleiben.
Liebe Grüße eure Lynn
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